Immobilien in Straßlach-Dingharting
Häuser dominieren den Immobilienmarkt von Straßlach-Dingharting. Das Angebot an Eigentumswohnungen ist dagegen äußerst klein. Gleichzeitig reicht der Markt vom klassischen Einfamilienhaus bis zu hochwertigen Villen und Neubauobjekten im Millionenbereich.
Immobilienmarkt Straßlach-Dingharting 2026
Der lokale Markt ist deutlich hausorientierter als in dichter bebauten Gemeinden des Münchner Umlands. Marktmodelle verschiedener Immobilienportale zeigen gleichzeitig, dass Straßlach-Dingharting preislich deutlich oberhalb vieler südlicher Nachbargemeinden liegt.
Ein Markt für Häuser – mit großer Preisspanne
Der Hausmarkt bildet den Schwerpunkt in Straßlach-Dingharting. Immowelt errechnet im September 2026 einen durchschnittlichen Hauspreis von 8.863 Euro pro Quadratmeter. ImmoScout24 liegt mit seinen Marktmodellen bei rund 8.500 bis 8.600 Euro pro Quadratmeter.
Damit liegen zwei voneinander unabhängige Marktmodelle bei Häusern relativ nah beieinander. Der tatsächliche Angebotspreis eines Objekts hängt jedoch stark von Grundstück, Gebäudealter, energetischem Zustand, Wohnfläche und insbesondere von der konkreten Lage innerhalb der Gemeinde ab.
Aktuelle Inserate zeigen zudem, dass der Markt weit in das gehobene Segment hineinreicht. Doppelhaushälften und Einfamilienhäuser werden vielfach bereits oberhalb von einer Million Euro angeboten. Villen und größere Grundstücke können deutlich höhere Gesamtpreise erreichen.
Nach der Korrektur zieht der Markt wieder an
Der längerfristige Verlauf zeigt, dass auch der hochwertige Münchner Umlandmarkt nicht nur eine Richtung kennt. Nach dem Preisniveau von 2021 und 2022 kam es zunächst zu einer deutlichen Korrektur.
| Jahr | Wohnungen | Häuser |
|---|---|---|
| 2021 | 5.988 €/m² | 9.910 €/m² |
| 2022 | 5.790 €/m² | 9.258 €/m² |
| 2023 | 5.093 €/m² | 8.185 €/m² |
| 2024 | 4.982 €/m² | 8.564 €/m² |
| 2025 | 5.073 €/m² | 8.580 €/m² |
| 2026 | 5.402 €/m² | 8.863 €/m² |
Gegenüber dem Hoch von 2021 liegen die modellierten Hauspreise damit weiterhin niedriger. Seit 2024 zeigt die Kurve jedoch wieder nach oben. Bei Wohnungen ist die Aussagekraft wegen des sehr kleinen lokalen Angebots geringer.
Eigentumswohnungen sind ein Nischenmarkt
Häuser
In aktuellen Portalabfragen finden sich etwa 18 bis 25 Häuser zum Kauf. Der Häusermarkt besitzt damit trotz der kleinen Gemeinde ein sichtbares Angebot.
Wohnungen
Gleichzeitig wurden je nach Portal nur ein bis zwei Eigentumswohnungen angeboten. Durchschnittliche Wohnungspreise basieren deshalb auf einer sehr schmalen Datenbasis.
Neubau
ImmoScout24 führte zuletzt elf Neubauhäuser. Neubau und individuell geplante Häuser bilden damit einen auffälligen Teil des derzeit sichtbaren Hausangebots.
Straßlach ist innerhalb der Gemeinde deutlich teurer
Das Marktmodell von Immowelt zeigt bereits innerhalb des kleinen Gemeindegebiets erhebliche Preisunterschiede. Diese Werte sind keine amtlichen Kaufpreissammlungen, verdeutlichen aber die Bedeutung der Mikrolage.
| Bereich | modellierter Immobilienpreis |
|---|---|
| Straßlach | 8.533 €/m² |
| Ebertshausen | 7.330 €/m² |
| Großdingharting | 7.137 €/m² |
| Holzhausen | 6.931 €/m² |
| Kleindingharting | 6.585 €/m² |
Die Modellwerte zeigen eine Differenz von fast 2.000 Euro pro Quadratmeter zwischen Straßlach und Kleindingharting. Für eine Bewertung reicht die Gemeindeangabe „Straßlach-Dingharting“ deshalb keinesfalls aus.
Zwischen Grünwald und dem südlicheren Umland
Im direkten regionalen Vergleich liegt Straßlach-Dingharting preislich zwischen dem besonders hochpreisigen Grünwald und günstigeren Standorten weiter südlich beziehungsweise westlich.
| Standort | durchschnittlicher Modellwert 2026 |
|---|---|
| Grünwald | 9.135 €/m² |
| Straßlach-Dingharting | 7.445 €/m² |
| Baierbrunn | 7.899 €/m² |
| Oberhaching | 7.637 €/m² |
| Schäftlarn | 6.880 €/m² |
| Sauerlach | 5.878 €/m² |
Auch der Mietmarkt ist sehr klein
Immowelt errechnet im August beziehungsweise September 2026 durchschnittliche Angebotsmieten von rund 15,66 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen und 16,10 Euro für Häuser.
ImmoScout24 liegt mit seinen Marktmodellen bei rund 16,42 Euro für Wohnungen und 18,90 Euro für Häuser.
Auch hier ist Vorsicht nötig: In der aktuellen Immowelt-Auswertung standen lediglich jeweils ein Haus und eine Wohnung zur Miete. Einzelne Inserate können Durchschnittswerte deshalb stärker beeinflussen als in größeren Städten.
Aktuelles Gemeindegrundstück zeigt das Preisniveau für Bauland
Talfeld-Nord: 1.018 m² für 1,466 Millionen Euro
Ein besonders konkreter Marktindikator ist derzeit ein von der Gemeinde Straßlach-Dingharting selbst angebotenes Baugrundstück an der Pfarrer-Kohlhauf-Straße.
Die Parzelle umfasst 1.018 Quadratmeter und wird für 1.466.000 Euro angeboten. Das entspricht 1.440,08 Euro pro Quadratmeter. Vorgesehen ist die Bebauung mit einem Mehrfamilienhaus. Das Grundstück gehört zum Bebauungsplan „Talfeld-Nord, 1. Änderung und Erweiterung“.
Dieser Angebotspreis ist ausdrücklich kein Bodenrichtwert. Er zeigt aber, welches Preisniveau bei einem konkret bebaubaren Grundstück aktuell von der Gemeinde selbst aufgerufen wird.
Bodenrichtwerte 2026: Grundstück immer zonengenau prüfen
Der Gutachterausschuss des Landkreises München hat die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2026 neu festgestellt. Sie beruhen auf der amtlichen Kaufpreissammlung und sind damit eine wesentlich andere Datengrundlage als Immobilienportale.
Im gesamten Landkreis reichen die Bodenrichtwerte für individuellen Wohnungsbau aktuell von 650 bis 2.900 Euro pro Quadratmeter. Ein einzelner Wert für ganz Straßlach-Dingharting wäre jedoch irreführend: Bodenrichtwerte gelten für konkrete Richtwertzonen.
Für ein Grundstück sollte deshalb die jeweilige Bodenrichtwertzone über BORIS Bayern beziehungsweise den Gutachterausschuss geprüft werden. Einen exakten Straßlach-Wert erfinden wir auf dieser Seite bewusst nicht.
Was bedeutet der Markt für Käufer und Eigentümer?
Für Hauskäufer
Ein allgemeiner Quadratmeterpreis reicht nicht. Grundstücksgröße und Lage haben hier besonders großen Einfluss. Die Differenz zwischen einzelnen Gemeindeteilen ist erheblich.
Für Wohnungskäufer
Der Markt ist so klein, dass Vergleichsobjekte nur eingeschränkt vorhanden sind. Portalwerte sollten deshalb nicht ungeprüft auf einzelne Wohnungen übertragen werden.
Für Eigentümer
Der Hausmarkt hat sich nach der Korrektur von 2022 und 2023 wieder stabilisiert. Für eine realistische Bewertung bleiben jedoch Grundstück, Gebäudestatus und Mikrolage entscheidender als ein Gemeinde-Durchschnitt.
Nachbarstandorte im Münchner Süden
Ein kleiner, aber hochpreisiger Häusermarkt
Straßlach-Dingharting ist kein typischer Wohnungsmarkt des Münchner Umlands. Häuser, größere Grundstücke und hochwertige Neubauten bestimmen das Angebot. Der Wohnungsmarkt ist dagegen so klein, dass Durchschnittswerte nur eingeschränkt belastbar sind. Hinzu kommen deutliche Preisunterschiede innerhalb der Gemeinde selbst. Wer hier kaufen, verkaufen oder bewerten will, muss deshalb wesentlich genauer auf Lage, Grundstück und Immobilientyp schauen als auf einen einzigen durchschnittlichen Quadratmeterpreis.
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